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HAMMERGEIL!
Ich habe lange kein Buch mehr in der Hand gehabt, das mich so gefesselt hat wie "Frontmanns Traum". Einzig meine körperliche Verfassung konnte mich davon abhalten weiterzulesen. Immer wieder hörte ich mich denken "Nur noch die eine Seite. OK, noch die nächste...".
Aber der Reihe nach:
Wer "Der Captn on Fire" gelesen (und geliebt) hat, wird an "Frontmanns Traum" seine helle Freude haben. Der erfrischend natürliche und direkte Schreibstil ist erwachsener geworden. Reifer. Und dennoch (nein: gerade deswegen) amüsant, unterhaltsam, packend, spannend. Die wechselnden Perspektiven der Erzählung aus Sicht verschiedener Charaktere halten die Story ständig frisch.
Die Handlung in kurzer Kurzform (um nicht zuviel zu verraten): Joker, ein Hallodri mit kleinkriminellen Allüren, rutscht ungewollt zwischen die Fronten eines ernsten Konflikts zwischen seinem Kumpel Frontmann und zwei wirklich üblen Gestalten. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht durch halb Europa in Richtung Marokko, dem Land der Träume für Frontmann. Joker will diesen Traum wahrmachen und erlebt auf dem Weg Unglaubliches. Dabei schlittert er von einem Schlammassel in den nächsten. Man kann gar nicht fassen, was der arme Kerl alles durchmacht, ohne jedoch seinen Humor und seine Hoffnung zu verlieren. Es gibt nur ein Ziel: die Traumfrau treffen und mit ihr ins Paradies fahren. Alles formschön untermalt vom Soundtrack aus den beiden Lafranconi-Auspuffrohren von Jokers Guzzi, die ihm auf allen Wegen treu zur Seite steht (obwohl er sie nicht immer würdig behandelt).
Beim Lesen hatte ich die Bilder so farbig und lebendig vor Augen, dass ich nicht umhin kam zu denken, dass dies die perfekte Vorlage für einen Film ist. Ein Roadmovie erster Güte. Darum kann ich nur hoffen, dass der Autor sich ein Herz fasst und das Projekt in diese Richtung vorantreibt.
Joker hätte es verdient, auf die große Leinwand zu kommen.
Und Frontmann auch!
:-)
Bewertung: [5 von 5 Sternen!] |
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